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Marburg erwandern - Route 1

Rubrik:Wege ohne Prädikat, Stadt-/Ortsrundgänge, Halbtagestour
Start:Marburg Elisabethkirche
Ziel:Marburg Elisabethkirche
Länge:11,18 km
Kartenmaterial:Kostenfreies Kartenmaterial in der Tourist-Information Marburg

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Informationen zur Tour

Zu Behrings Mausoleum und nach Wehrshausen
(Die Route ist nicht ausgeschildert / Flyer in der Tourist-Information Marburg erhältlich)

Von der Elisabethkirche aus geht es vorbei an der Pilgerkapelle »Michelchen« und weiter unterhalb der Höhen Augustenruhe und Kirchspitze. Zu beiden Höhen lohnt ein Abstecher wegen der Ausblicke.

Nach kaum 1000 Metern stößt der Weg auf das Behring-Mausoleum. Emil von Behring, bekannt unter anderem als Entdecker des Diphterie-Erregers und 1901 Nobelpreisträger für Medizin, hatte seit 1895 eine Professur in Marburg inne und gründete hier die Behringwerke. Das Mausoleum wurde wenige Jahre nach seinem Tod 1917 oberhalb der Ställe und Weiden der für die Serumgewinnung gehaltenen Tiere errichtet. Der später im Wald folgende Gedenkstein - der Dittmar-Stein - ist eine Reminiszenz an den Tod eines Jägers durch die Selbstentladung des Gewehres eines Jagdgenossen im Jahr 1879.

Nach rund 6 km erreicht man Wehrshausen mit seiner aus dem späten 15. Jahrhundert stammenden, in gotischem Stil gehaltenen Kirche. Das Dorf, westwärts exponiert an einem steilen Hang, wirkt dank seiner Lage fast mediteran. Die Höhe oberhalb des Ortes eröffnet eine Vielfalt von Aussichten in mehrere Richtungen.

Am Dammelsberg empfiehlt es sich, der Markierung D2a zu folgen und so auf der Südseite der Kuppe mit neuerlich schönen Rundblicken zu bleiben. Die Bezeichnung »Mordeiche« an einem Baum erinnert an den Tod einer jungen Frau, die hier im September 1861 von ihrem ehemaligen Liebhaber umgebracht wurde. Er büßte für die Tat durch die Hinrichtung im Jahr 1864.

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit fand am Dammelsberg an zahlreichen Stellen der Abbau von Steinen – des Marburger Bausandsteins – statt. Seit den 1820er-Jahren erfolgte die Umgestaltung des schließlich durch übermäßige Wald- und Weidenutzung nur noch spärlich bewaldeten Areals zu einem weitgehend mit Laubbäumen bestockten Waldpark. Inzwischen steht das Gelände unter Naturschutz. Seltene Tierarten, darunter der Hirschkäfer, sind hier anzutreffen.

Am Hexenturm vorbei führt der abschließende Weg zum Marburger Landgrafenschloss und hinab in die Altstadt bis zurück zur Elisabethkirche.

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